Mehrere hundert Anwohner*innen und Angehörige verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen zogen in Kapstadt am 24. September – als Heritage Day in Südafrika ein gesetzlicher Feiertag – von der Seapoint Promenade zum Tafelberg, um gegen einen von der Stadtverwaltung geplanten neun Kilometer langen Betonwall entlang der Stadtautobahn N 2 zu demonstrieren. Die drei Meter hohen Mauern zu beiden Seiten der Straße trennen nach Meinung der Kritiker*innen die benachbarten Townships und erschweren somit den Zugang zu ihnen. Das ‚Movement for CARE‘ als eine der zivilgesellschaftlichen Organisator*innen des Protests erklärt zu dem auf Kosten von ca. 6,25 Millionen Euro veranschlagten Projekt: „Anstatt in menschenwürdigen Wohnraum, sichere Stadtviertel, hochwertige öffentliche Dienstleistungen und Chancen für Gemeinschaften zu investieren, die seit Generationen an den Rand gedrängt werden, will die Stadt Millionen in eine Barriere investieren, die die Ausgrenzung vertieft und die Geographie der Apartheid zementiert.“
Die Stadtverwaltung selbst sieht das als ‚N2 Edge Project‘ bezeichnete Vorhaben noch in einer frühen Planungsphase und verteidigt es mit dem Schutz der Autofahrer*innen vor Raubüberfällen und Steinwürfen.
https://groundup.org.za/article/crowd-marches-through-cape-town-against-planned-n2-wall/
https://breakthroughnews.org/2026/09/30/cape-towns-apartheid-wall-met-with-protest/