Bewohner*innen aus dem Stadtteil Tookiyo in Mogadischu setzten sich am 23. August mit Protesten und Straßenblockaden aus brennenden Reifen gegen von der Bundesregierung angeordnete Hausräumungen und Abrisse zur Wehr. Soldaten, die zur polizeilichen Absicherung der Maßnahmen eingesetzt waren, töteten einen Demonstranten durch Schüsse. 10 weitere wurden verletzt.
Ähnlich wie in vielen anderen afrikanischen Hauptstädten plant die politische Elite in Mogadischu zahlreiche ‚Wiederaufbau-‘ und ‚Sanierungsvorhaben‘. Dabei wird nach Meinung der Opposition Land, auf dem seit Jahrzehnten Menschen mit oder ohne offizielle Besitztitel leben, in ‚Staatseigentum‘ verwandelt und damit deren Vertreibung begründet. Zudem wirft sie der Regierung vor, öffentliches Land illegal an Geschäftsleute zu versteigern.
Die Anwohner*innen äußerten sich angesichts geplanter weiterer Räumungen besorgt über drohende Obdachlosigkeit und forderten neben der rechtmäßigen Abklärung der Besitzverhältnisse eine angemessene Rücksichtnahme auf betroffene Familien.
https://radiodalsan.com2026/08/23/mogadishus-forced-eviction-turns-into-war/
https://allafrica.com/stories/202608240117.html
https://www.hiiraan.com/security4/2026/Aug/206064/one_killed_nearly_10_injured_in_mogadishu_clashes_over_house_demolitions.aspx