Zum Inhalt springen

Mauritius: Aufruhr gegen Wasserknappheit und steigende Lebensmittelkosten

Massive militante Proteste der Einwohner*innen haben in der ersten Oktoberhälfte die im Indischen Ozean gelegene Urlaubsinsel Mauritius erschüttert. Auslöser für die Unruhen waren zunehmende Wasserknappheit und steigende Lebensmittelpreise. Nach ersten Demonstrationen verschärfte sich die Situation, als am Abend des 9. Oktober die als Beifahrerin nach der Arbeit heimkehrende Verkäuferin Élodie Thomas von einem Polizisten angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden war. Die Demonstrant*innen antworteten darauf mit brennenden Straßenblockaden, Plünderungen, Angriffen auf Polizeistationen sowie der Beschädigung öffentlicher Gebäude und Infrastruktur. Dabei wurden auch zahlreiche Überwachungskameras zerstört.

Die Regierung reagierte auf die schwersten Unruhen seit 1999 mit einer Ausgangssperre in zahlreichen Regionen des Landes. 188 Personen wurden festgenommen. Zudem blieben am 15. und 16. Oktober alle Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen geschlossen.

Nachdem es einem aus Indien eingeflogenen Ärzteteam nach einer siebenstündigen Operation gelungen war, die Kugel aus dem Hals der 27-jährigen Élodie Thomas zu entfernen und sich ihr Gesundheitszustand spürbar verbesserte, beruhigte sich die Lage. Mit Hinweis darauf verkündete der Ministerpräsident für den frühen Morgen des 19. Oktober die Aufhebung aller Ausgangssperren.


https://www.lessentiel.lu/de/story/krise-im-urlaubsparadies-polizist-schiesst-auf-junge-mutter-mauritius-erlebt-protestwelle-103650380


https://fr.africanews.com/2026/10/15/ile-maurice-le-couvre-feu-prolonge-apres-de-violentes-manifestations/


https://taz.de/Unruhen-auf-Mauritius/!6221581/


https://www.sudouest.fr/international/violences-a-l-ile-maurice-le-couvre-feu-leve-apres-l-arrestation-de-188-personnes-31144947.php