Zahlreiche Bewohner*innen der im Westen Guineas gelegenen Stadt Boffa protestierten am 15. und 16. April gegen ständige Stromausfälle. Bereits am Mittwochabend blockierten Jugendliche mit Barrikaden die wichtige Nationalstraße 3, die die Verbindung zur Hauptstadt Conakry herstellt. In der Nacht auf den Donnerstag zogen die Menschen, ausgestattet mit Taschenlampen, Kerzen und Mobiltelefonen, demonstrierend durch den Ort. Sie forderten eine funktionierende Versorgung und die Freilassung der bei den Protesten Festgenommenen.
Eine betroffene Frau beschreibt die Lage in einem von mehreren Stadtteilen Boffas, die seit Tagen vollständig von der Stromzufuhr abgeschnitten sind, so: „Wir Frauen leiden sehr. Es ist unmöglich, Lebensmittel aufzubewahren – unmöglich, sich auszuruhen. Die Kinder weinen wegen der Hitze die ganze Nacht. Boffa hat das nicht verdient. Hier gibt es Bergbauunternehmen, aber die Bevölkerung lebt im Dunkeln. Wir wollen einfach nur eine stabile Stromversorgung.“
Angesichts der angespannten Lage berief der Präfekt der Region ein Krisentreffen mit dem Premierminister Guineas und Vertreter*innen der Stadt ein. Die ‚Generaldirektion für Elektrizität in Guinea‘ (EDG) wurde angewiesen, eine schnelle Lösung für das Problem zu finden.
https://guineenews.org/2026/04/16/colere-noire-a-boffa-la-rue-sembrase-contre-le-delestage/?amp=1