Mit einer satirischen Demonstration durch die Heidelberger Innenstadt beendete die Initiative End Cement am 18. April ihre Aktionswoche gegen den Zement- und Baustoffhersteller Heidelberg Materials. Gut 150 Teilnehmer*innen – verkleidet als Vertreter*innen des in der Stadt ansässigen DAX Konzerns und begleitet von einer überdimensionalen Betonkopf-Puppe – verteilten ‚Schmiergeld‘ an Passant*innen, um auf die Absurdität des ‚grünen‘ Kultursponsoring seitens der Firma hinzuweisen.
Weitere Aktionen zielten auf die massive Umweltbelastung der nicht selten in Länder des globalen Südens ausgelagerten Zementproduktion.
Am 14. April brachten Aktivist*innen mit Hilfe einer Hebebühne kurz vor 7 Uhr an der Zentrale von Heidelberg Materials ein großes Transparent mit der Aufschrift Weltweiter Widerstand gegen Zerstörung an.
Fünf Stunden später blockieren 28 Personen mit öffentlicher Vorankündigung das zur Firmengruppe gehörende Zementwerk in Leimen.
Zeitgleich wurde das Betonwerk im nahegelegenen Eppelheim mit einem großen Banner, auf dem Klimakiller zu lesen war, versehen. Am Tag zuvor hatte eine Person im Mannheimer Hafen mit Anketten an den Hauptschalter einen Entladekran des Konzerns vorübergehend außer Betrieb gesetzt.
Eine Demonstrantin erklärt ihre Teilnahme an der Leimener Blockadeaktion: „Wie angekündigt legen wir heute die Zementproduktion in Leimen lahm. Solange Heidelberg Materials weiter Milliarden mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen verdient, werden wir nicht tatenlos zusehen. Die Zementindustrie zählt weltweit zu den größten Klimatreibern. Heidelberg Materials ist in vielen Ländern, von Indonesien über Togo bis nach Australien und Palästina, für massive Umweltschäden und Völkerrechtsbruch verantwortlich. Das muss ein Ende haben.“
Begleitet wurden die Aktionen durch ein mehrtägiges Camp gegenüber der Zentrale von Heidelberg Materials, das am 20. April endete.