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Kenia: Streik im Transportsektor wegen hoher Spritpreise

Ein von der Transport Sector Alliance (TSA) ausgerufener Streik hat am 18. Mai Kenia weitestgehend lahmgelegt. Der Verband, der zahlreiche der im Transportgewerbe arbeitenden Unternehmen und Einzelpersonen vertritt, hatte nach einer erneuten Erhöhung der Kraftstoffpreise alle Verkehrsteilnehmer*innen dazu aufgerufen, ihre motorisierten Fahrzeuge als Zeichen des Protestes stehen zu lassen. So saßen Tausende von Reisenden fest, während zahlreiche Unternehmen ihren Betrieb einstellten und Schüler*innen aufgefordert wurden, zu Hause zu bleiben. Zudem blockierten Demonstrant*innen, teilweise mit brennenden Barrikaden, zahlreiche Straßen. Die Sicherheitskräfte reagierten darauf mit dem Einsatz von Tränengas. Vier Menschen kamen bei den Auseinandersetzungen ums Leben, 348 Personen wurden nach Aussagen des Innenministers festgenommen.

Die Energie- und Erdölregulierungsbehörde hatte in der Woche zuvor die Preise für Diesel und Benzin angehoben. Sie erreichen mit 1,61 Euro pro Liter Diesel und 1,42 Euro pro Liter Superbenzin Rekordniveau, was einen Anstieg der Kosten für Treibstoffe um mehr als 20 Prozent bedeutet. Kenia ist wie viele andere afrikanischen Staaten stark abhängig von Ölimporten aus den Golfstaaten. Mit der Blockade der Meerenge von Hormus haben sich die Preise dafür in vielen Ländern des Kontinents drastisch erhöht und sorgen in Folge für eine Explosion der Lebenshaltungskosten.

https://www.bbc.com/news/articles/cm2p0n44drvo

https://togoscoop.tg/kenya-une-greve-contre-la-flambee-des-prix-du-carburant-paralyse-les-transports-et-perturbe-leconomie/

https://www.wsws.org/de/articles/2026/05/19/wmss-m19.html

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